Krankenkasse
Krankenkasse wechseln, ohne etwas zu verlieren.
Die Grundversicherung leistet bei jeder Kasse dasselbe – nur die Prämie nicht. Hier steht alles, was du für den Wechsel wissen musst. Und wenn du keine Lust hast, es selbst zu machen: genau dafür gibt es uns.
Stand: September 2026 · Geprüft von Rinor Zukaj, Zuriva
15 Minuten · gratis · unverbindlich

Kündigungsfrist
30. November
Diese Seite von Zuriva GmbH, unabhängiger Versicherungsbroker in Neuenhof AG, erklärt den Wechsel der Schweizer Krankenversicherung: die Kündigungsfrist der Grundversicherung per 30. November, die Sparmodelle Hausarzt, HMO und Telmed, die Wahl der Franchise und den Umgang mit Zusatzversicherungen. Zuriva prüft Grund- und Zusatzversicherung gemeinsam und übernimmt auf Wunsch den gesamten Wechsel.
Fristen
Die drei Daten, die zählen
Ende September
Die Kassen publizieren die Prämien fürs nächste Jahr. Ab dann lohnt sich der Vergleich.
30. November
Deine Kündigung der Grundversicherung muss bis dann bei der alten Kasse angekommen sein – nicht abgeschickt, angekommen.
1. Januar
Die neue Grundversicherung startet. Nahtlos, wenn die Kündigung sauber war – versicherungsfrei bist du nie.
Warum wechseln überhaupt etwas bringt
Die Grundversicherung ist per Gesetz bei allen Kassen identisch. Gleiche Leistungen beim Arzt, im Spital, bei Medikamenten – egal ob die Kasse gross, klein, teuer oder günstig ist. Was sich unterscheidet, ist die Prämie, und zwar teils um mehrere hundert Franken pro Jahr für exakt dasselbe Produkt.
Deshalb ist der Wechsel der Grundversicherung kein Risiko, sondern reine Preisfrage. Aufnehmen muss dich jede Kasse, ohne Gesundheitsfragen, ohne Vorbehalte. Das einzige, was du falsch machen kannst, sind die Fristen – und die Zusatzversicherung. Dazu weiter unten.
Die vier Modelle
Welches Modell passt zu dir?
Standard
Freie Arztwahl, du gehst direkt zu jedem Arzt.
Wer maximale Freiheit will und bereit ist, dafür zu zahlen.
Hausarztmodell
Erster Ansprechpartner ist immer dein Hausarzt, er überweist weiter.
Wer ohnehin einen festen Hausarzt hat – meist spürbar günstiger.
HMO
Du gehst zuerst in eine bestimmte Gruppenpraxis.
Wer in der Nähe einer HMO-Praxis wohnt und sparen will.
Telmed
Vor jedem Arztbesuch rufst du eine medizinische Beratungshotline an.
Wer selten zum Arzt geht und die günstigste Prämie sucht.
Das ist eine Faustregel, keine Beratung – im Termin rechnen wir es mit deinen Prämien durch.
Alle vier im Überblick
| Modell | So funktioniert es | Für wen |
|---|---|---|
| Standard | Freie Arztwahl, du gehst direkt zu jedem Arzt. | Wer maximale Freiheit will und bereit ist, dafür zu zahlen. |
| Hausarztmodell | Erster Ansprechpartner ist immer dein Hausarzt, er überweist weiter. | Wer ohnehin einen festen Hausarzt hat – meist spürbar günstiger. |
| HMO | Du gehst zuerst in eine bestimmte Gruppenpraxis. | Wer in der Nähe einer HMO-Praxis wohnt und sparen will. |
| Telmed | Vor jedem Arztbesuch rufst du eine medizinische Beratungshotline an. | Wer selten zum Arzt geht und die günstigste Prämie sucht. |
Die Sparmodelle sind je nach Kasse und Region deutlich günstiger als Standard. Der Preis dafür ist eine Regel, an die du dich halten musst – wer sie bricht, riskiert, dass die Kasse Leistungen kürzt. Wähle das Modell nach deinem echten Verhalten, nicht nach dem besten Rabatt.
Die Franchise: die wichtigste Stellschraube
Die Franchise ist der Betrag, den du pro Jahr selbst bezahlst, bevor die Kasse übernimmt. Erwachsene wählen zwischen 300 und 2'500 Franken. Tiefe Franchise heisst hohe Prämie, hohe Franchise heisst tiefe Prämie – dazwischen liegt eine einfache Rechnung.
Die Faustregel: Wer übers Jahr kaum Gesundheitskosten hat, fährt mit der höchsten Franchise fast immer besser, weil die Prämienersparnis das Risiko übersteigt. Wer regelmässig Medikamente, Therapien oder Kontrollen hat, nimmt die tiefste. Die Zwischenstufen lohnen sich nur selten. Und wichtig: Nach der Franchise zahlst du zusätzlich zehn Prozent Selbstbehalt, maximal 700 Franken pro Jahr.
Wie viel zahlst du selbst pro Jahr?
Arzt, Medikamente, Therapien – dein Bauchgefühl reicht.
CHF 300
Tendenz: höchste Franchise (2'500). Deine Prämienersparnis dürfte das Risiko klar übersteigen – wenn du 2'500 Franken im Ernstfall zahlen kannst.
Denk daran: Nach der Franchise kommen 10% Selbstbehalt dazu, maximal 700 Franken pro Jahr.
Merksatz: Franchise wechseln geht jedes Jahr – erhöhen sogar jederzeit auf den nächsten Jahresbeginn, senken nur mit derselben Frist wie der Kassenwechsel. Wenn du unsicher bist: hoch nur, wenn du 2'500 Franken im Ernstfall wirklich zahlen könntest.

Zusatzversicherung: hier liegt das echte Risiko
Grund- und Zusatzversicherung sind zwei getrennte Verträge, oft mit getrennten Fristen. Die Grundversicherung muss dich jede Kasse nehmen – die Zusatzversicherung nicht. Dort gibt es Gesundheitsfragen, und die neue Kasse darf dich ablehnen oder Vorbehalte machen.
Daraus folgt die eine Regel, die teurer werden kann als jede Prämie: Kündige eine Zusatzversicherung nie, bevor die neue Kasse dich schriftlich und vorbehaltlos aufgenommen hat. Grundversicherung wechseln und Zusatz bei der alten Kasse lassen ist völlig normal und oft die beste Lösung.
Der Wechsel in fünf Schritten
- 01
Prämien vergleichen.
Ab Ende September, mit deiner Region, deinem Modell, deiner Franchise – nicht mit den Beispielwerten aus der Werbung.
- 02
Modell und Franchise festlegen.
Nach deinem Verhalten und deinem Budget, nicht nach dem grössten Rabatt.
- 03
Neue Kasse beantragen.
Grundversicherung: formlos, Aufnahme garantiert. Zusatz: erst beantragen, Antwort abwarten.
- 04
Alte Kasse kündigen.
Eingeschrieben, so dass die Kündigung bis 30. November dort ist. Betreff, Versichertennummer, per 31. Dezember.
- 05
Bestätigungen prüfen.
Kündigungsbestätigung der alten, Policen der neuen Kasse. Erst dann ist es erledigt.
Werkzeug
Dein Kündigungsbrief. Fertig in einer Minute.
Eingeschrieben verschicken – die Kündigung muss bis 30. November bei der Kasse eintreffen. Es wird nichts gespeichert oder an uns übermittelt.
Keine Lust auf Papier? Wir erledigen den ganzen Wechsel für dich.
Ort,
Kündigung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung per 31. Dezember 2026
Sehr geehrte Damen und Herren
Hiermit kündige ich meine obligatorische Krankenpflegeversicherung (Grundversicherung) fristgerecht per 31. Dezember 2026.
Versichertennummer: —
Meine Zusatzversicherungen sind von dieser Kündigung nicht betroffen und laufen unverändert weiter.
Bitte bestätigen Sie mir die Kündigung schriftlich.
Freundliche Grüsse
Vorname Name
Die häufigsten Fehler
Mach das
- Kündigung eingeschrieben und eine Woche vor der Frist verschicken
- Prämienverbilligung deines Kantons prüfen, wenn das Budget knapp ist
- Unfalldeckung ausschliessen, wenn du über den Arbeitgeber unfallversichert bist
Lass das
- Zusatzversicherung kündigen, bevor die neue Aufnahme schriftlich da ist
- Ein Telmed-Modell wählen und dann doch direkt zum Arzt gehen
- Wegen 5 Franken Unterschied die Kasse wechseln und dafür Papierkram für die ganze Familie auslösen
Was Zuriva hier für dich tut
- Wir vergleichen Grund- und Zusatzversicherung zusammen – mit deinen echten Daten, nicht mit Werbebeispielen.
- Wir übernehmen Kündigung, Anmeldung und Fristen. Du unterschreibst, wir erledigen.
- Wir prüfen jedes Jahr neu, ob deine Kasse noch passt – von allein, ohne dass du daran denken musst.
15 Minuten · gratis · unverbindlich
Wie wir dabei verdienen, steht offen auf unserer Vergütungsseite.
Und wenn gerade mehr los ist als nur die Krankenkasse: Wir schauen deine ganze Situation an – nach Lebensphase, nicht nach Produkt.
Häufige Fragen
Was Leute zur Krankenkasse fragen.
Die Kündigung der Grundversicherung muss bis am 30. November bei deiner bisherigen Kasse eintreffen, dann wechselst du per 1. Januar. Massgebend ist der Eingang, nicht der Poststempel – verschicke sie eingeschrieben und mit Reserve.