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Vorsorge

Vorsorge: Was der Staat kann – und was du selbst musst.

Die AHV sichert die Existenz, die Pensionskasse einen Teil des Lohns. Was danach fehlt, ist deine Aufgabe. Hier steht, wie gross die Lücke typischerweise ist und womit du sie schliesst.

Stand: September 2026 · Geprüft von Rinor Zukaj, Zuriva

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Drei unterschiedlich hohe Holzblöcke nebeneinander auf einem Tisch

3a-Einzahlung

31. Dezember

Diese Seite von Zuriva GmbH, unabhängiger Versicherungsbroker in Neuenhof AG, erklärt die Schweizer Vorsorge: das Drei-Säulen-System aus AHV, Pensionskasse und privater Vorsorge, die Maximalbeträge der Säule 3a, den Abzug vom steuerbaren Einkommen, die Bezugsgründe und den Unterschied zwischen 3a bei der Bank und 3a bei einer Versicherung. Zuriva prüft die Vorsorgesituation gesamthaft und begleitet Abschluss und Staffelung.

Das System

Drei Säulen, drei Aufgaben

1. Säule

AHV

2. Säule

Pensionskasse

3. Säule

3a und 3b

Sichert die Existenz. Mehr war nie ihr Auftrag.

Soll den Lebensstandard halbwegs halten.

Schliesst, was die ersten beiden offen lassen.

Die Lücke

Wen es am härtesten trifft

Die ersten beiden Säulen ersetzen zusammen typischerweise nur einen Teil des letzten Lohns. Und je höher dein Einkommen, desto grösser wird die Lücke: Die AHV ist nach oben gedeckelt, die Pensionskasse bis zu einem gewissen Punkt ebenfalls. Wer gut verdient, verliert im Ruhestand prozentual am meisten – und merkt es typischerweise zu spät, um noch viel daran zu ändern.

Am zweitstärksten betroffen sind Menschen mit Unterbrüchen im Erwerbsleben: eine lange Ausbildung, ein Auslandaufenthalt, eine Babypause, ein Teilzeitpensum über Jahre. In der zweiten Säule zählt nicht, wie hart jemand gearbeitet hat, sondern wie viele Jahre lang Beiträge geflossen sind. Diese Jahre lassen sich nachkaufen – aber nur, solange man vorher weiss, dass sie fehlen.

Deshalb ist die erste Frage in einem Vorsorgetermin nie «welches Produkt», sondern «wie gross ist es überhaupt». Wer seine Lücke kennt, trifft danach ruhige Entscheidungen. Wer sie nicht kennt, entscheidet nach Gefühl – und das Gefühl ist bei diesem Thema fast immer zu optimistisch.

Säule 3a

Die einzige Anlage mit garantierter Rendite

Wer in die Säule 3a einzahlt, darf den Betrag vom steuerbaren Einkommen abziehen. Das ist keine Prognose, sondern eine Gutschrift – die Ersparnis steht fest, sobald die Steuerrechnung kommt. Deshalb ist die 3a für die meisten der erste Schritt, bevor irgendetwas anderes kommt.

Mit Pensionskasse liegt der Maximalbetrag bei CHF 7'258 pro Jahr (Stand 2026, wird periodisch angepasst). Ohne Pensionskasse – also für Selbstständige ohne zweite Säule – sind es 20% des Nettoeinkommens, höchstens CHF 36'288 (Stand 2026).

Das Geld ist gebunden. Beziehen kannst du es frühestens fünf Jahre vor dem ordentlichen AHV-Alter, vorher nur aus drei Gründen: Kauf von selbstbewohntem Wohneigentum, Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit oder endgültiges Verlassen der Schweiz.

Bank oder Versicherung

Die beiden Wege im Vergleich

Merkmal3a bei der Bank3a bei einer Versicherung
EinzahlungFrei. Du zahlst ein, wenn es passt, und setzt aus, wenn es eng wird.Verbindlich. Die vereinbarte Prämie läuft, auch in einem schlechten Jahr.
RisikoschutzKeiner. Es ist reines Sparen.Meist Prämienbefreiung bei Erwerbsunfähigkeit, oft ein Todesfallkapital.
AusstiegAnbieterwechsel jederzeit möglich, ohne Verlust.Vorzeitiger Ausstieg kostet – vor allem in den ersten Jahren.
AnlageKonto oder Wertschriftenlösung, frei wählbar und wechselbar.Im Vertrag festgelegt, Wechsel innerhalb der Police nur beschränkt.
Passt zuWer flexibel bleiben will und niemanden abzusichern hat.Wer eine Familie oder eine Hypothek trägt und den Sparbeitrag auch dann gesichert wissen will.

Einordnung

Warum «was ist besser» die falsche Frage ist

Ein 3a-Konto oder eine 3a-Fondslösung bei der Bank ist flexibel: Du zahlst ein, wenn es passt, du setzt aus, wenn es eng wird, und du wechselst den Anbieter, wenn du willst. Es ist reines Sparen.

Eine 3a-Police bei einer Versicherung kombiniert Sparen mit Risikoschutz – typischerweise einer Prämienbefreiung bei Erwerbsunfähigkeit und oft einem Todesfallkapital. Dafür ist sie verbindlicher: Die vereinbarte Prämie läuft, und ein vorzeitiger Ausstieg kostet.

Die ehrliche Antwort lautet deshalb: Es kommt darauf an, ob jemand von deinem Einkommen abhängt. Wer allein lebt und flexibel bleiben will, ist mit der Bank meist besser bedient. Wer eine Familie oder eine Hypothek trägt, sollte den Risikoteil ernsthaft prüfen – aber nicht automatisch im selben Vertrag. Zwei getrennte Verträge sind oft die sauberere Lösung als einer, der beides halb macht.

Drei gleiche Couverts versetzt nebeneinander auf einem Holztisch

Staffelung

Mehrere Konten statt eines grossen

Ein Detail, das am Ende viel Geld wert ist: Eröffne mehrere 3a-Konten statt eines einzigen. Beim Bezug wird das Kapital separat vom übrigen Einkommen besteuert, und der Satz steigt mit dem Betrag. Wer über mehrere Jahre gestaffelt bezieht, bricht diese Progression.

Der Haken ist die Reihenfolge: Ein Konto lässt sich beim Bezug nicht mehr teilen. Es geht nur ganz oder gar nicht. Wer dreissig Jahre lang alles auf ein Konto einzahlt, hat am Schluss einen einzigen grossen Bezug – und keine Möglichkeit mehr, daran etwas zu ändern.

Wie viele Konten sinnvoll sind, hängt daran, wie viele Jahre du am Ende zur Verfügung hast: Beziehen kannst du frühestens fünf Jahre vor dem ordentlichen AHV-Alter, spätestens beim Aufschub durch Erwerbstätigkeit etwas später. Bei Paaren verdoppelt sich der Spielraum, weil sich die Bezüge zusätzlich zwischen beiden Personen versetzen lassen.

Wie viele 3a-Konten brauchst du?

Ohne Zins gerechnet – wie viele Konten es braucht, hängt nicht an der Rendite. Alle Angaben bleiben in deinem Browser.

40 Jahre

65 Jahre

Beziehen kannst du ab 60 – und mit Erwerbstätigkeit noch etwas später.

CHF 30'000

CHF 7'258

Maximum mit Pensionskasse: CHF 7'258 (Stand 2026).

1 Konto

Ergebnis

3 Konten fehlen

Bis zum Bezug kommen rund CHF 211'450 zusammen. Auf 4 Konten verteilt sind das etwa CHF 52'863 pro Konto – und 4 Bezugsjahre statt einem.

Jahre bis zum Bezug
25
Kapital beim Bezug (ohne Zins)
CHF 211'450
Empfohlene Konten
4
Pro Konto
CHF 52'863
Bezugsfenster
60 bis 70

Eröffne die zusätzlichen Konten, solange die Beträge noch klein sind. Ein Konto lässt sich beim Bezug nicht teilen – es geht ganz oder gar nicht.

Wie viel die Staffelung an Steuern spart, hängt an Kanton, Gemeinde und Zivilstand. Diese Zahl rechnen wir im Termin – die Anzahl Konten entscheidest du besser heute.

Merksatz: Erst die Lücken bei Todesfall und Erwerbsunfähigkeit schliessen, dann fürs Alter sparen. Ein Sparplan nützt nichts, wenn das Einkommen wegbricht, das ihn füttert.

Ablauf

In fünf Schritten zur eigenen Vorsorge

  1. 01

    Die Lücke ausrechnen.

    Pensionskassenausweis und AHV-Kontoauszug nebeneinanderlegen. Der AHV-Auszug ist bei der Ausgleichskasse gratis und zeigt auch, ob Beitragsjahre fehlen.

  2. 02

    Zuerst die Risiken schliessen.

    Todesfall und Erwerbsunfähigkeit gehören vor den Sparplan. Wer zuerst spart und dann absichert, hat die Reihenfolge umgedreht.

  3. 03

    3a eröffnen – und gleich mehrere.

    Lieber drei kleine Konten als eines, das gross wird. Die Aufteilung entscheidest du jetzt, nicht beim Bezug.

  4. 04

    Dauerauftrag statt Dezember.

    Monatlich ein Zwölftel des Maximalbetrags. Das glättet den Einstiegszeitpunkt bei Wertschriftenlösungen und verhindert, dass die Einzahlung im Dezember am Kontostand scheitert.

  5. 05

    Alle paar Jahre nachschauen.

    Nach einem Stellenwechsel, einer Heirat, einem Kind oder einem Hauskauf stimmt die alte Rechnung nicht mehr. Diese Termine setzen wir an – du musst nicht daran denken.

Die häufigsten Fehler

Mach das

  • Den AHV-Kontoauszug einmal bestellen und auf fehlende Beitragsjahre prüfen – er ist gratis
  • Bei Wertschriftenlösungen auf die Gesamtkosten schauen, nicht nur auf die Rendite der letzten Jahre
  • Freizügigkeitsgelder aus alten Stellen suchen, bevor sie bei der Auffangeinrichtung landen

Lass das

  • Dreissig Jahre lang alles auf ein einziges 3a-Konto einzahlen
  • Eine 3a-Police abschliessen, ohne zu wissen, was der Risikoteil separat kosten würde
  • Die 3a füllen, während Todesfall und Erwerbsunfähigkeit ungedeckt sind

Was Zuriva hier für dich tut

  • Wir rechnen deine Lücke aus, statt sie zu behaupten – mit deinem Pensionskassenausweis und deinem AHV-Auszug.
  • Wir sagen dir, ob Bank oder Versicherung zu deiner Situation passt, und warum. Auch wenn die Antwort «Bank» lautet.
  • Wir planen die Staffelung der Konten mit, damit du beim Bezug nicht in die Progression läufst.
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Bevor du fürs Alter sparst, gehört die Absicherung geklärt – was passiert, wenn das Einkommen ausfällt.

Was die Vorsorge steuerlich bringt, steht bei den Steuerhebeln.

Häufige Fragen

Was Leute zur Vorsorge & Säule 3a fragen.

Mit Pensionskasse CHF 7'258 pro Jahr, ohne Pensionskasse 20% des Nettoeinkommens und höchstens CHF 36'288 (beides Stand 2026, die Beträge werden periodisch angepasst).

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